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Gateway-Effekt

Was ist ein Gateway—Effekt bei der E-Zigarette?

Unter dem Gateway-Effekt versteht man die negative Weiterentwicklung, die durch die Nutzung einer bestimmten Sache oder den Konsum eines bestimmten Rauschmittels eintreten soll. Es öffnet sich also ein Tor zu einem weiteren Verhalten, das noch unerwünschter oder schädlicher ist. Im Zusammenhang mit der E-Zigarette soll der angebliche und bislang nicht nachgewiesene Gateway-Effekt darin bestehen, dass gerade jüngere Dampfer dann auf Tabakzigaretten umsteigen.

Wie genau funktioniert der Gateway-Effekt?

Theoretisch würden Jugendliche zuerst zur E-Zigarette mit nikotinhaltigem Liquid greifen. Dies empfinden sie nach einer Weile nicht mehr als ausreichend und sie steigen auf Tabakzigaretten um. Wissenschaftliche Nachweise zu dieser Theorie gibt es nicht.

Was spricht gegen einen Gateway-Effekt bei der E-Zigarette?

Viele Dampfer sind Erwachsene, die ihre Teenagerzeit schon eine ganze Reihe von Jahren hinter sich haben. Die E-Zigarette ist für einen Dampfer kein Einstieg in Nikotinkonsum, der zur Tabakzigarette führen soll. Eher dient der erste Griff zur elektronischen Zigarette dem Umstieg vom Rauchen zum Dampfen. Da Jugendliche, die zuvor Zugang zu E-Zigaretten hatten, die aromatischen Liquids gewohnt sind, würde der Umstieg zur Tabakzigarette ein Minus im Geschmack bedeuten. Es ist also eher zweifelhaft, dass sich in Zukunft ein relevanter Gateway-Effekt jemals nachweisen lässt.