Welcher Akkuträger ist der richtige?

Welchen Akkuträger soll ich kaufen? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn wer sich heutzutage einen neuen Mod zulegen möchte, hat zwar ein riesiges Angebot zur Verfügung, aber genau das macht die Auswahl so schwierig. Denn, das können wir dir schon verraten: Den besten Akkuträgen, den einen Nonplusultra-Mod, gibt es nicht, oder anders ausgedrückt: Der sieht eben für jeden anders aus. Welchen Akkuträger du kaufen solltest, hängt davon ab, welche Anforderungen du an das Gerät hast und welche Ansprüche es erfüllen soll. Wir gehen in diesem Artikel auf die wichtigsten Kriterien ein, die es bei der Wahl des richtigen Energielieferanten zu beachten gilt.

Geregelter Akkuträger  oder mechanischer Akkuträger?

display-akkutrager

Geregelte Akkuträger

Mit einem geregelten Akkuträger stehen dir alle Möglichkeiten des modernen Dampfgenusses offen. Das Display zeigt dir die wichtigsten Infos über deine E-Zigarette an. In den verschiedenen Modi kannst du Ausgangsleistung und Maximaltemperatur selbst einstellen. Und falls du doch hin und wieder mal mechanisch dampfen möchtest – dafür gibt es den Bypass-Modus. Mehr über die verschiedenen Dampf-Modi geregelter Akkuträger erfährst du in diesem Artikel.

Mechanische Akkuträger

Das Grundlegendste vorweg: Mechanische Akkuträger sind nur etwas für Dampfer, die sich mit der Materie auskennen und wissen, worauf sie sich einlassen, denn die sogenannten MechMods verfügen über keinerlei Schutzmechanismen. Das bedeutet: Kurzschlüsse, Tiefenentladung, Überhitzung etc. können nicht von einer Schutzelektronik abgefangen werden und das ist nicht ungefährlich. Die Ausgangsleistung wird komplett über den Verdampferkopf reguliert, denn ein MechMod gibt einfach alles, was er hat, an den Verdampfer ab. Die Leistung nimmt dann kontinuierlich ab, je weiter sich die Akkus entladen.

Unsere Akkuträger-Empfehlung:

  • Manche Dampfer liebäugeln mit mechanischen Akkuträgern, weil ihnen die runde, kompakte Optik so gut gefällt. Inzwischen gibt es aber auch unter den geregelten Akkuträgern Modelle, die dieser Form nachempfunden sind.
  • Eine weitere Alternative sind semi-mechanische Akkuträger ohne Regel-Elektronik, die aber über die wichtigsten Schutzmechanismen verfügen.
  • Anfängern, die einfach nur nach einem Ersatz-Akku für den Verdampfer ihres Einsteiger-Geräts suchen, empfehlen wir einen unkomplizierten, einfach aufgebauten Akkuträger ohne Display.

Welchen Akkuträger kaufen: Wie viel Leistung brauchst du?

Hier stellt sich die Frage, in welchem Leistungsspektrum sich dein Akkuträger bewegen soll. Gehörst du zu den genussvollen Backendampfern, die den Dampf zunächst in die Mundhöhle ziehen, bevor sie ihn einatmen? Verdampferköpfe mit einem Widerstand von 1,3 – 1,8 Ohm (Ω) oder mehr  benötigen nicht mehr als 25 Watt, damit es gut dampft und schmeckt.
Bevorzugst du niedrigere Widerstände und bewegst dich im gemäßigten Sub-Ohm-Bereich, benötigst du hingegen schon etwas mehr Leistungen. Bei 0,5 Ohm (Ω) oder mehr sind 50 – 70 Watt ausreichend. Dampfst du gern Wicklungen unter 0,2 Ohm und hast Freude an riesigen Dampfwolken, sollte dein Akkuträger eine hohe Leistungskapazität haben.


Unsere Akkuträger Empfehlung:

  • Backendampfer benötigen selten mehr als 30 Watt. Allerdings sind Akkuträger mit einer Maximalleistung von 60 Watt oder weniger heute eher die Ausnahme als die Regel. Du kannst also auch einen Mod mit einem etwas größeren Leistungsspektrum wählen, der z. B. mehr Ladekapazität und damit eine längere Akkulaufzeit bietet.
  • Mods mit 80 – 85 Watt Maximalleistung bringen alles mit, was moderne, geregelte Akkuträger auszeichnet, sind dabei aber noch handlich und kompakt.
  • Inzwischen gibt es auch gebrauchsfertige Coils mit Mehrfachwicklung, die mit bis zu 200 Watt befeuert werden können. Im Zweifelsfall sollte dein Mod etwas mehr Leistung mitbringen, damit dein Akkuträger nicht ständig am oberen Limit läuft.

Den richtigen Akkuträger finden: Wie viel Ladekapazität brauchst du?

Die Ladekapazität ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des passenden Mods. Viel Akkukapazität beeinträchtigt allerdings die Handlichkeit, denn Akkus benötigen nun mal Platz und bringen ein gewisses Gewicht mit. Daher ist es sinnvoll, sich darüber Klarheit zu verschaffen, wie viel Energiekapazität überhaupt benötigt wird. Denn wer will schon einen sperrigen, schweren Akku-Klotz mit sich herumschleppen, wenn das gar nicht erforderlich ist?

Wie lange es dauert, bis ein voll aufgeladener Akku wieder an die Steckdose muss, hängt von deinem Energieverbrauch ab:
Je mehr Watt-Leistung du deinem Mod abverlangst und je weniger Ohm dein Verdampferkopf hat, desto höher ist dein Energieverbrauch. Auch dein persönliches Dampfverhalten spielt eine Rolle:
Dampfst du nur ab und zu, z. B. in der Pause, verbrauchst du weniger Strom, als wenn du mehrmals pro Stunde zu deiner E-Zigarette greifst. Längere Züge entziehen dem Akku mehr Energie als kürzere.

Wenn du auch bei höherem Energieverbrauch längere Zeit dampfen möchtest, ohne laden zu müssen, aber trotzdem Wert auf ein handliches, kompaktes Gerät legst, ist ein Akkuträger mit wechselbaren Akkuzellen überlegenswert. Mehr zum Thema Akkus erfährst du hier.

Unsere Akkuträger-Empfehlung:

  • Als Backendampfer, kommst du auch mit weniger Ladekapazität lange aus. Akkuträger mit integriertem Akku können sehr kompakt und leicht gebaut werden.
  • Möchtest du lieber externe Akkuzellen nutzen, genügt ein Mod mit einem Akku-Slot.
  • Im gemäßigten Sub-Ohm-Bereich kannst du mit 2 Akkuzellen gut und lange dampfen.
  • Lungendampfern, die mit 100 Watt und mehr dampfen möchten, raten wir zu BoxMods mit 3 und mehr Akkus. So werden die einzelnen Akkus nicht zu stark belastet, halten länger und müssen nicht alle paar Züge gewechselt werden.

Der passende Akkuträger für deinen Verdampfer

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass dein Akkuträger auch zu deinem Verdampfer passt und mit diesem betrieben werden kann.

anschluss_akkutraegerDer passende Anschluss:
Moderne Verdampfer verfügen in der Regel alle über einen 510er-Anschluss. Es gibt aber auch noch ältere Geräte mit eGo-Anschluss. Für diese benötigst du einen entsprechenden Adapter.

Der passende Pluspol:
Damit der Akkuträger den Verdampfer mit Strom versorgen kann, muss der Pluspol des Verdampfers Kontakt zum Pluspol des Akkuträgers haben. Ist das nicht der Fall, z. B. weil der Pluspol des Verdampfers zu kurz ist, dampft es nicht. Um dem entgegenzuwirken, verfügen manche Verdampfer über einen einstellbaren Pluspol, viele Akkuträger haben außerdem einen gefederten Pluspol. Um keinen Fehlkauf zu riskieren, ist es besser, sicherzugehen, dass alles zusammenpasst.



Der passende Durchmesser:
Der Durchmesser des Verdampfers sollte unbedingt kleiner oder genauso groß sein, wie der Akkuträger breit ist, sonst steht der Verdampfer über. Das sieht nicht nur unschön aus, der Kontakt zwischen Verdampfer und Akkuträger ist zudem instabiler, die E-Zigarette kippt leichter um und kann dadurch beschädigt werden.

Der passende Widerstand:
Der Widerstand der Verdampferköpfe, die du nutzt, muss unbedingt innerhalb des Widerstandsbereichs des Akkuträgers liegen. Backendampfer sollten hier keine Schwierigkeiten haben. Lungendampfer, die im unteren Sub-Ohm-Bereich unterwegs sind, sollten aber darauf achten, dass ihre Coils nicht an die Widerstandsgrenze des Mods stoßen oder diese überschreiten. Da auch die Widerstände gebrauchsfertiger Köpfe leicht schwanken können, empfiehlt es sich, ein wenig Spielraum einzukalkulieren.

Unsere Akkuträger-Empfehlung:

  • Möchtest du deinen Akkuträger mit unterschiedlichen Verdampfern nutzen, sind ein gefederter Pluspol sowie etwas breitere Abmessungen von Vorteil.
  • Möchtest du Coils mit 0,12 Ohm oder weniger dampfen, sollte die Widerstandsgrenze des Akkuträgers bei 1,0 Ohm oder darunter liegen.

 

Akkuträger Testberichte:
Noch ein Tipp zum Schluss: Kannst du dich immer noch nicht entscheiden, welchen Akkuträger du kaufen sollst, hilft dir der ein oder andere Akkuträger Test vielleicht weiter. Einige Vergleichsportale und Informations-Blogs für Dampfer führen regelmäßig unabhängige Akkuträger Tests durch und veröffentlichen die Testberichte und Ergebnisse für ihre Leser im Internet.

 

 

Passende Artikel