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E-Zigaretten Verdampfer selbst wickeln

Die Heizspule ist es, die aus Liquid und Strom den Dampf zaubert. Meist ist sie fest im Verdampferkopf installiert, der als Verbrauchselement in den Verdampfer eingesetzt wird. Diese „Atomizer“ sind teils für ein spezifisches Modell konzipiert, teils innerhalb einer Linie untereinander kompatibel, in einigen Fällen sogar herstellerübergreifend nutzbar. Es gibt sie in verschiedensten Wicklungen, Widerständen und Materialien, durchgesetzt haben sich Kanthal, Edelstahl, Nickel und Titan. Auch sind sie zum Liquidtransport vom Tank zur Heizspule bestückt mit unterschiedlichen Watten aus Baumwolle oder Keramik, aber auch Glasfaserdochten. Dies hängt auch davon ab, ob die Spule direkt unter dem Mundstück liegt und das Liquid hochzieht, oder ob sie unter dem Tank liegt und die Schwerkraft für sich arbeiten lässt. Keramikwatte als neuester Trend, erwies sich dabei als besonders langlebig und geschmacksneutral.

Für viele Clearomizer gibt es anstelle der Wegwerf-Verdampferköpfe sogenannte RBAs (Rebuildable Atomizer), die sich noch einmal in RTA und RDA gliedern, je nachdem ob für Dripper oder Tankverdampfer.

Für diese sind zum einen fertig gewickelte Drähte erhältlich, die nur noch installiert werden müssen, es besteht aber auch die Möglichkeit, die Spulen selbst herzustellen.

Warum sollte ich meine Coils selbst wickeln?

Oft die erste Motivation, ist der Kostenfaktor. Ausgehend von zwei Wochen Haltbarkeit eines mit 3€ besonders günstigen Atomizers, betragen die laufenden Kosten hierfür 72€ im Jahr. Einige Atomizer, mögen kürzer halten, insbesondere bei dickflüssigen Liquids mit hohem Glyzerinanteil. Andere sind haltbarer, aber aufgrund hochwertiger Materialien eventuell deutlich teurer in der Anschaffung. Beginnt der Atomizer seltsam zu schmecken, da die Watte gewechselt werden müsste, weniger Dampf zu produzieren da Ablagerungen entfernt werden müssten oder nicht mehr zu funktionieren wegen einem durchgeglühten Draht, muss der gesamter Verdampferkopf weggeschmissen und ausgetauscht werden.

Beim selbst wickeln, werden nur die Glühdräte ausgetauscht. In einigen Fällen, reicht es auch die Watte zu ersetzen und Ablagerungen abzubrennen. Auch unterliegen fertige Produkte in der EU strengen Auflagen, was wiederum Zertifizierungskosten mit sich bringt, welche oft deutlich teurer sind als Material- und Arbeitskosten selbst.

Fertige Coils, welche nur eingesetzt und festgeschraubt werden müssen, liegen schon nurnoch bei ca. 0,60-0,90€ pro Stück.

Draht zum selbst wickeln, kostet zwischen 0,10-1€ pro laufenden Meter. Für einfache Spulen, welche teils monatelang verwendbar sind, reichen bereits wenige Millimeter.

Idealisten sehen natürlich auch den Umweltvorteil, wenn weniger gebrauchstaugliche Bauteile entsorgt werden müssen und Emissionen aus Produktion und Transport entfallen.

Ein massiver Vorteil für passionierte Dampfer, ist die hohe Individualisierung des eigenen Dampferlebnisses. Geschmack, Dampfmenge, aber auch die einsetzbare Temperatur und Leistung ist höchstpersönlich justierbar.

Für die meisten Selbstwickler, wird es von einer notwendigen Aufgabe, schnell zu einem liebgewonnenen Hobby mit meditativem Charakter. Es ist befriedigend ein persönliches Wachstum, durch immer neue, exaktere oder exotischere Coils zu erleben.

Gibt es Nachteile beim Selbstwickeln?

Ein paar, welche jedoch auf wackeligem Boden stehen. Zunächst wären die Anschaffungskosten aller Werkzeuge, vieles lässt sich jedoch sehr gut improvisieren, zumal sich dies schnell wieder rentiert.

Zu Beginn, gibt es eine Anlernphase. Jeder, der jedoch eine Schnur um seinen Finger wickeln kann, sollte simple Coils nach wenigen Minuten herstellen können.

Coils selbst zu wickeln kostet Zeit. Verdampferköpfe bestellen, von der Post abholen und einsetzen jedoch auch. Zudem wird man mit der Zeit schneller und wie erwähnt, finden man oft sogar Freude am Wickeln.

Glüht einmal unterwegs ein Draht durch, sollte man natürlich bereits vorbereitete Coils dabei haben, da sich das wickeln aus dem Stehgreif als beinahe unmöglich gestaltet. Auch bei fertigen Bauteilen muss man jedoch Ersatz bereithalten.

Was benötige ich um meine Heizspulen selbst zu wickeln?

  • Ein eigenes Deck bzw. eine Base, welche für eigene Coils vorgesehen ist. Besonders einfach in der Anwendung, sind Velocity Decks mit 2-Posten Design.
  • Den ausgesuchten Draht in gewünschter Stärke
  • Watte (ob einfache Baumwolle aus dem Drogeriemarkt, extra Puffy oder japanische Biobaumwolle. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Saug- und Leitfähigkeit, wie auch Haltbarkeit)
  • Eine Wickelhilfe – alternativ funktioniert auch ein Nagel oder Bohrer mit entsprechendem Durchmesser
  • Eine Schere, wie man sie als Nagel- oder Huashaltsschere meist schon besitzt
  • Einen kleinen Drahtknipser – dies kann ein Seitenschneider für Kabel, aber auch ein stabiler Nagelknipser sein
  • Akkuschrauber – wer viel wickelt oder exotische Coils kreieren möchte, LÄSST wickeln
  • Ein Ohmmeter oder einen Akkuträger, der den eingesetzten Widerstand erkennt
  • Optional: ein kleiner Gasbrenner zum externen vorglühen

Welchen Draht genau brauche ich zum selbstwickeln?

Dies ist davon abhängig, welche Dampfintensität gewünscht ist, welcher Dampfmodus und in welchem Widerstandsbereich man dampfen möchte.

Dickere Drähte bedeuten grundsätzlich erst einmal einen geringeren Widerstand bei größerer Fläche. Es müssen dabei auf der vorhandenen Fläche mehr Windungen untergebracht werden. Die Größe des vorhandenen Decks, sollte also vorher bedacht werden, insbesondere wenn man statt Single-, Dualcoils unterbringen möchte.

Wichtig, ist insbesondere das Metall des Drahts:

Material

Damfmodus

Widerstand

Anmerkungen

Nickel / Ni200

Temperaturmodus

Gering

Sehr dünn, schwer zu verarbeiten

Edelstahl / V2A

Wattmodus

Temperaturmodus

Gering

Molybdänverbindung, sehr temperaturresistent, sehr korrossionsbeständig

Nickel-Chrom / NiCr

Wattmodus

Gering

Kürzere Lebensdauer

Kantahl (Chrom-Aluminium-Eisen-Legierung)

Wattmodus

Hoch

Leicht zu bearbeiten

Titan / Ti

Temperaturmodus

Hoch

Geschmacksneutral, leicht zu verarbeiten

[nbsp]

Um die benötigte Drahtlänge zu ermitteln, stehen online verschiedene kostenlose Rechner bereit:

https://vaper-tools.de/coil

http://wickelrechner.padalton.net/

http://www.steam-engine.org/coil.asp

Wer nicht jedes Mal den PC hochfahren möchte, kann sich jedoch auch eine App auf sein Handy laden:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.hundacker.dampfspulenrechner[&]hl=de

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.valsoft.vaperstoolbox

[nbsp]

Welche Arten zu wickeln gibt es?

Die erste Heizspule, für jeden Selbstwickler, ist eine einfache Spirale, ähnlich einer Stoßdämpferfeder. Je nachdem ob sich die Windungen berühren, spricht man von einem Spaced Coil, wie er früher Standard war, oder einem Microcoil. Dieser hält häufig besonders lang, da die Wicklungen einander stabilisieren. In vielen Fällen reicht es, die Watte herauszunehmen, den Draht kurz aufglühen zu lassen und neue Watte einzusetzen. Für einen Micro Coil müssen möglichst dicke Drähte genommen werden und die Wicklungen so eng wie möglich zusammenstehen.

Eine leicht veränderte Variante, ist eine Spirale aus zwei ineinander verdrehten dünnen Drähten, der Twisted Coil. E

Wie schon bei fertigen Atomizern, haben sich insbesondere Clapton Coils durchgesetzt. Diese sind nach dem Musiker Eric Clapton benannt und imitieren Gitarrensaiten. Ein dünnerer Draht ist dabei eng um einen dickeren Draht (oder mehrere) herumgewickelt. Der so präparierte Draht, wird – wie bei allen Spulen, nun zu einer „einfachen Spirale“ gewickelt.

Unzählige Abwandlungen des Clapton Coils existieren bereits und es kommen ständig neue dazu. Um eine Idee der grundlegenden Technik zu vermitteln, möchten wir einige davon kurz vorstellen:

Beim Super Clapton, wird der vorbereitete Clapton Draht mit einem flachen Draht mit Abständen umwickelt.

Twisted Claptons in verschiedenen Ausführungen, sind ineinander gezwirbelte Drähte, teils mehrere davon, die durch einen weiteren Draht mit Spaces umwickelt werden.

Staggered Fused– Zwei bereits einzeln umwickelte Drähte, werden gemeinsam von einem dünnen Draht umwickelt. In der Half Staggered Variante, haben die Wicklungen des äußersten Drahts etwas Abstand wie beim Spaced Coil.

Das Prinzip setzt sich mit Staircase, Taji, Flat Twisted, Clapception, Tiger und Juggernaut fort, um nur einige zu nennen. Wer mit Dochten arbeitet, wickelt direkt um diese herum.

Idealerweise werden bei der großen Spirale die am Schluss entsteht, möglichst viele Umdrehungen geschaffen, um der Watte viel Auflagefläche zu bieten.

Wie benutze ich die Coils?

Nachdem der alte Draht inklusive Watte entfernt wurde, wird der Coil über den Luftkanälen ausgerichtet. Diese kühlen den Draht, transportieren und verwirbeln den Dampf. Die Enden des Coils werden in die Postholes der Base gesteckt und dort festgeschraubt. Die überstehenden Enden werden sauber abgeknipst. Der Coil wird kurz vorgeglüht, um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen. Stimmen nach dem Test mit Akkuträger oder Ohmmeter der erzielte Widerstand mit den eigenen Vorstellungen und den Möglichkeiten des Setups überein, wird die Watte eingesetzt.

Sie sollte die Spirale so gut wie möglich ausfüllen. Beim Einsetzen hilft es, das führende Ende zu einer spitze zu rollen. Mit ungefähr einem Zentimeter Überstand, wird die Watte an beiden Enden abgeschnitten, mit Liquid getränkt und, je nach Verdampfer, in oder über den Juice Holes angebracht. Beim Betätigen des Powerbuttons, sollte es nun losdampfen. Der Verdampfer wird bei erfolgreichem Test zusammengebaut und befüllt.

Die Fehlersuche

„Alles sifft, ich kriege Liquid in den Mund“
Wenn das Problem mit dem Verdampfer sonst nicht auftritt, wurde eventuell zu viel Watte verwendet.

„Es schmeckt nach kurzer Zeit schon kokelig“
Eventuell wurde zu wenig Watte verwendet, oder die Leistung für die verwendete Watte zu hoch eingestellt.

„Es kommt sehr wenig Dampf“
Insofern das Liquid und Setup auf viel Dampf ausgerichtet sind, könnten ein zu langer Draht, ein niedriger Akkuladestand oder ein zu geringer Abstand wischen Coil und Luftloch die Ursache sein.

„Es schmeckt metallisch“
Eine mögliche Ursache, ist ein zu langes gerades Verbindungsstück, zwischen der eigentlichen Wicklung und dem Pol. Es sollte möglichst bis möglichst nah an die Postholes heran gewickelt werden.

Seine Coils selbst zu wickeln ist deutlich einfacher als man denkt, die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Oft ist es nur eine logische Konsequenz, wenn eigene Coils dann mit selbstgemischtem Liquid gedampft werden.

Die Heizspule ist es, die aus Liquid und Strom den Dampf zaubert. Meist ist sie fest im Verdampferkopf installiert , der als Verbrauchselement in den Verdampfer eingesetzt wird. Diese... mehr erfahren »
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E-Zigaretten Verdampfer selbst wickeln

Die Heizspule ist es, die aus Liquid und Strom den Dampf zaubert. Meist ist sie fest im Verdampferkopf installiert, der als Verbrauchselement in den Verdampfer eingesetzt wird. Diese „Atomizer“ sind teils für ein spezifisches Modell konzipiert, teils innerhalb einer Linie untereinander kompatibel, in einigen Fällen sogar herstellerübergreifend nutzbar. Es gibt sie in verschiedensten Wicklungen, Widerständen und Materialien, durchgesetzt haben sich Kanthal, Edelstahl, Nickel und Titan. Auch sind sie zum Liquidtransport vom Tank zur Heizspule bestückt mit unterschiedlichen Watten aus Baumwolle oder Keramik, aber auch Glasfaserdochten. Dies hängt auch davon ab, ob die Spule direkt unter dem Mundstück liegt und das Liquid hochzieht, oder ob sie unter dem Tank liegt und die Schwerkraft für sich arbeiten lässt. Keramikwatte als neuester Trend, erwies sich dabei als besonders langlebig und geschmacksneutral.

Für viele Clearomizer gibt es anstelle der Wegwerf-Verdampferköpfe sogenannte RBAs (Rebuildable Atomizer), die sich noch einmal in RTA und RDA gliedern, je nachdem ob für Dripper oder Tankverdampfer.

Für diese sind zum einen fertig gewickelte Drähte erhältlich, die nur noch installiert werden müssen, es besteht aber auch die Möglichkeit, die Spulen selbst herzustellen.

Warum sollte ich meine Coils selbst wickeln?

Oft die erste Motivation, ist der Kostenfaktor. Ausgehend von zwei Wochen Haltbarkeit eines mit 3€ besonders günstigen Atomizers, betragen die laufenden Kosten hierfür 72€ im Jahr. Einige Atomizer, mögen kürzer halten, insbesondere bei dickflüssigen Liquids mit hohem Glyzerinanteil. Andere sind haltbarer, aber aufgrund hochwertiger Materialien eventuell deutlich teurer in der Anschaffung. Beginnt der Atomizer seltsam zu schmecken, da die Watte gewechselt werden müsste, weniger Dampf zu produzieren da Ablagerungen entfernt werden müssten oder nicht mehr zu funktionieren wegen einem durchgeglühten Draht, muss der gesamter Verdampferkopf weggeschmissen und ausgetauscht werden.

Beim selbst wickeln, werden nur die Glühdräte ausgetauscht. In einigen Fällen, reicht es auch die Watte zu ersetzen und Ablagerungen abzubrennen. Auch unterliegen fertige Produkte in der EU strengen Auflagen, was wiederum Zertifizierungskosten mit sich bringt, welche oft deutlich teurer sind als Material- und Arbeitskosten selbst.

Fertige Coils, welche nur eingesetzt und festgeschraubt werden müssen, liegen schon nurnoch bei ca. 0,60-0,90€ pro Stück.

Draht zum selbst wickeln, kostet zwischen 0,10-1€ pro laufenden Meter. Für einfache Spulen, welche teils monatelang verwendbar sind, reichen bereits wenige Millimeter.

Idealisten sehen natürlich auch den Umweltvorteil, wenn weniger gebrauchstaugliche Bauteile entsorgt werden müssen und Emissionen aus Produktion und Transport entfallen.

Ein massiver Vorteil für passionierte Dampfer, ist die hohe Individualisierung des eigenen Dampferlebnisses. Geschmack, Dampfmenge, aber auch die einsetzbare Temperatur und Leistung ist höchstpersönlich justierbar.

Für die meisten Selbstwickler, wird es von einer notwendigen Aufgabe, schnell zu einem liebgewonnenen Hobby mit meditativem Charakter. Es ist befriedigend ein persönliches Wachstum, durch immer neue, exaktere oder exotischere Coils zu erleben.

Gibt es Nachteile beim Selbstwickeln?

Ein paar, welche jedoch auf wackeligem Boden stehen. Zunächst wären die Anschaffungskosten aller Werkzeuge, vieles lässt sich jedoch sehr gut improvisieren, zumal sich dies schnell wieder rentiert.

Zu Beginn, gibt es eine Anlernphase. Jeder, der jedoch eine Schnur um seinen Finger wickeln kann, sollte simple Coils nach wenigen Minuten herstellen können.

Coils selbst zu wickeln kostet Zeit. Verdampferköpfe bestellen, von der Post abholen und einsetzen jedoch auch. Zudem wird man mit der Zeit schneller und wie erwähnt, finden man oft sogar Freude am Wickeln.

Glüht einmal unterwegs ein Draht durch, sollte man natürlich bereits vorbereitete Coils dabei haben, da sich das wickeln aus dem Stehgreif als beinahe unmöglich gestaltet. Auch bei fertigen Bauteilen muss man jedoch Ersatz bereithalten.

Was benötige ich um meine Heizspulen selbst zu wickeln?

  • Ein eigenes Deck bzw. eine Base, welche für eigene Coils vorgesehen ist. Besonders einfach in der Anwendung, sind Velocity Decks mit 2-Posten Design.
  • Den ausgesuchten Draht in gewünschter Stärke
  • Watte (ob einfache Baumwolle aus dem Drogeriemarkt, extra Puffy oder japanische Biobaumwolle. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Saug- und Leitfähigkeit, wie auch Haltbarkeit)
  • Eine Wickelhilfe – alternativ funktioniert auch ein Nagel oder Bohrer mit entsprechendem Durchmesser
  • Eine Schere, wie man sie als Nagel- oder Huashaltsschere meist schon besitzt
  • Einen kleinen Drahtknipser – dies kann ein Seitenschneider für Kabel, aber auch ein stabiler Nagelknipser sein
  • Akkuschrauber – wer viel wickelt oder exotische Coils kreieren möchte, LÄSST wickeln
  • Ein Ohmmeter oder einen Akkuträger, der den eingesetzten Widerstand erkennt
  • Optional: ein kleiner Gasbrenner zum externen vorglühen

Welchen Draht genau brauche ich zum selbstwickeln?

Dies ist davon abhängig, welche Dampfintensität gewünscht ist, welcher Dampfmodus und in welchem Widerstandsbereich man dampfen möchte.

Dickere Drähte bedeuten grundsätzlich erst einmal einen geringeren Widerstand bei größerer Fläche. Es müssen dabei auf der vorhandenen Fläche mehr Windungen untergebracht werden. Die Größe des vorhandenen Decks, sollte also vorher bedacht werden, insbesondere wenn man statt Single-, Dualcoils unterbringen möchte.

Wichtig, ist insbesondere das Metall des Drahts:

Material

Damfmodus

Widerstand

Anmerkungen

Nickel / Ni200

Temperaturmodus

Gering

Sehr dünn, schwer zu verarbeiten

Edelstahl / V2A

Wattmodus

Temperaturmodus

Gering

Molybdänverbindung, sehr temperaturresistent, sehr korrossionsbeständig

Nickel-Chrom / NiCr

Wattmodus

Gering

Kürzere Lebensdauer

Kantahl (Chrom-Aluminium-Eisen-Legierung)

Wattmodus

Hoch

Leicht zu bearbeiten

Titan / Ti

Temperaturmodus

Hoch

Geschmacksneutral, leicht zu verarbeiten

[nbsp]

Um die benötigte Drahtlänge zu ermitteln, stehen online verschiedene kostenlose Rechner bereit:

https://vaper-tools.de/coil

http://wickelrechner.padalton.net/

http://www.steam-engine.org/coil.asp

Wer nicht jedes Mal den PC hochfahren möchte, kann sich jedoch auch eine App auf sein Handy laden:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.hundacker.dampfspulenrechner[&]hl=de

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.valsoft.vaperstoolbox

[nbsp]

Welche Arten zu wickeln gibt es?

Die erste Heizspule, für jeden Selbstwickler, ist eine einfache Spirale, ähnlich einer Stoßdämpferfeder. Je nachdem ob sich die Windungen berühren, spricht man von einem Spaced Coil, wie er früher Standard war, oder einem Microcoil. Dieser hält häufig besonders lang, da die Wicklungen einander stabilisieren. In vielen Fällen reicht es, die Watte herauszunehmen, den Draht kurz aufglühen zu lassen und neue Watte einzusetzen. Für einen Micro Coil müssen möglichst dicke Drähte genommen werden und die Wicklungen so eng wie möglich zusammenstehen.

Eine leicht veränderte Variante, ist eine Spirale aus zwei ineinander verdrehten dünnen Drähten, der Twisted Coil. E

Wie schon bei fertigen Atomizern, haben sich insbesondere Clapton Coils durchgesetzt. Diese sind nach dem Musiker Eric Clapton benannt und imitieren Gitarrensaiten. Ein dünnerer Draht ist dabei eng um einen dickeren Draht (oder mehrere) herumgewickelt. Der so präparierte Draht, wird – wie bei allen Spulen, nun zu einer „einfachen Spirale“ gewickelt.

Unzählige Abwandlungen des Clapton Coils existieren bereits und es kommen ständig neue dazu. Um eine Idee der grundlegenden Technik zu vermitteln, möchten wir einige davon kurz vorstellen:

Beim Super Clapton, wird der vorbereitete Clapton Draht mit einem flachen Draht mit Abständen umwickelt.

Twisted Claptons in verschiedenen Ausführungen, sind ineinander gezwirbelte Drähte, teils mehrere davon, die durch einen weiteren Draht mit Spaces umwickelt werden.

Staggered Fused– Zwei bereits einzeln umwickelte Drähte, werden gemeinsam von einem dünnen Draht umwickelt. In der Half Staggered Variante, haben die Wicklungen des äußersten Drahts etwas Abstand wie beim Spaced Coil.

Das Prinzip setzt sich mit Staircase, Taji, Flat Twisted, Clapception, Tiger und Juggernaut fort, um nur einige zu nennen. Wer mit Dochten arbeitet, wickelt direkt um diese herum.

Idealerweise werden bei der großen Spirale die am Schluss entsteht, möglichst viele Umdrehungen geschaffen, um der Watte viel Auflagefläche zu bieten.

Wie benutze ich die Coils?

Nachdem der alte Draht inklusive Watte entfernt wurde, wird der Coil über den Luftkanälen ausgerichtet. Diese kühlen den Draht, transportieren und verwirbeln den Dampf. Die Enden des Coils werden in die Postholes der Base gesteckt und dort festgeschraubt. Die überstehenden Enden werden sauber abgeknipst. Der Coil wird kurz vorgeglüht, um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen. Stimmen nach dem Test mit Akkuträger oder Ohmmeter der erzielte Widerstand mit den eigenen Vorstellungen und den Möglichkeiten des Setups überein, wird die Watte eingesetzt.

Sie sollte die Spirale so gut wie möglich ausfüllen. Beim Einsetzen hilft es, das führende Ende zu einer spitze zu rollen. Mit ungefähr einem Zentimeter Überstand, wird die Watte an beiden Enden abgeschnitten, mit Liquid getränkt und, je nach Verdampfer, in oder über den Juice Holes angebracht. Beim Betätigen des Powerbuttons, sollte es nun losdampfen. Der Verdampfer wird bei erfolgreichem Test zusammengebaut und befüllt.

Die Fehlersuche

„Alles sifft, ich kriege Liquid in den Mund“
Wenn das Problem mit dem Verdampfer sonst nicht auftritt, wurde eventuell zu viel Watte verwendet.

„Es schmeckt nach kurzer Zeit schon kokelig“
Eventuell wurde zu wenig Watte verwendet, oder die Leistung für die verwendete Watte zu hoch eingestellt.

„Es kommt sehr wenig Dampf“
Insofern das Liquid und Setup auf viel Dampf ausgerichtet sind, könnten ein zu langer Draht, ein niedriger Akkuladestand oder ein zu geringer Abstand wischen Coil und Luftloch die Ursache sein.

„Es schmeckt metallisch“
Eine mögliche Ursache, ist ein zu langes gerades Verbindungsstück, zwischen der eigentlichen Wicklung und dem Pol. Es sollte möglichst bis möglichst nah an die Postholes heran gewickelt werden.

Seine Coils selbst zu wickeln ist deutlich einfacher als man denkt, die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Oft ist es nur eine logische Konsequenz, wenn eigene Coils dann mit selbstgemischtem Liquid gedampft werden.